Ode an mich selbst: Warum ich ein Geschenk bin

Herz_dunkelrosa

Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade „Warum du ein Geschenk bist“ von Eleni Iatridi teil.

Mich selbst als Geschenk für diese Welt sehen? Das konnte ich sehr, sehr lang nicht.

Warum auch, wenn mir in der Außenwelt immer gespiegelt wurde, ich wäre zu leise, zu sensibel, zu zurückhaltend, zu ruhig, zu still. Scheinbar war ich nicht passend für die Welt. Man wollte mich lieber extrovertierter, zugänglicher, redseliger.

Tja, und dann habe ich versucht, genau das zu sein. Mit vielen Anstrengung und Mühen. Doch es hat nicht geklappt. Das hat zu noch mehr Frust in mir geführt: Weder war ich gut, so wie ich bin. Noch konnte ich mich anpassen. Was kann ich dann überhaupt? Wozu soll ich hier auf der Welt gut sein?

Der Weg, mich und meine Persönlichkeit wirklich und richtig zu entfalten, begann erst 2019 mit dem Schritt in die Selbstständigkeit. Da hatte ich dann keine Kollegen mehr, an die ich mich anpassen sollte, wollte und konnte. Plötzlich war da nur noch ich – mit allem, was zu mir gehört. Und das wollte entdeckt werden. Schließlich bin ich selbst meine Marke.

Nur habe ich mich nicht getraut, mich selbst zu entdecken und mich zu zeigen. Da lagen fast 30 Jahre „du bist zu …“ hinter mir, die sich stark in mir eingeprägt haben. Entsprechend habe ich mich versteckt und meine einzigartige Persönlichkeit nicht nach außen getragen. (Wie du dir denken kannst, lief das Geschäft auch entsprechend.)

Ein erster großer Schritt für mich war es, mich auf Instagram als hochsensibel zu outen (ja, es hat sich wie ein Outing angefühlt) und dann dieses Thema auch mit in mein Business zu nehmen – entspannte Perioden für feinfühlige Frauen.

Dann kam ein weiteres, für mich großes Outing: die Spiritualität. Und damit die zwei Herzen, die in meiner Brust schlagen: Ich liebe die Wissenschaft, Studien und logische Erklärungen. Gleichzeitig liebe ich aber auch die feinstoffliche Welt, genau das, was aktuell (noch) nicht belegt werden kann. Lange Zeit dachte ich, das geht nicht zusammen. Geht es doch – in mir.

Nach und nach kamen einzelne Puzzlestückchen meiner Persönlichkeit zusammen: meine Sanftheit, mein großes großes Herz, meine Anbindung nach oben, meine Empathie, mein Fähigkeit wirklich hinzuhören, meine Sensibilität und meine Sensitivität, meine Fähigkeit viele verschiedene Perspektiven zu sehen und zu verstehen, meine Tiefe, meine ruhige Ausstrahlung.

Gleichzeitig war dann da immer noch der Kontrast von meiner Persönlichkeit zur Gesellschaft, die sich für mich laut, hart, schnell und oberflächlich anfühlt. Wie soll ich da bloß meinen Platz finden?

In dem ich mir meinen Platz nach und nach selbst schaffe. Ich bin die Schöpferin meines Lebens. Ich kann mir meinen Raum selbst gestalten – und zwar so, dass ich mich darin wohlfühle. Die Selbstständigkeit ist dafür ein guter Nährboden, schließlich kann ich da komplett alles (!) selbst bestimmen. Wenn ich es mir selbst zugestehe.

Genau das hat ein Stück gedauert. Denn die Möglichkeit wirklich alles gestalten zu können, kann überfordernd sein. Wenn plötzlich niemand mehr etwas vorgibt, das Blatt im übertragenen Sinne komplett leer ist und du selbst entscheiden kannst, was du damit machst: Origami? Ein Gemälde? Einen Scherenschnitt? Kleine Kügelchen? Pappmaché?

Rückblickend hat mich das leere Blatt überfordert und ich habe nach Ideen im Außen gesucht, in die ich mich gepresst habe. Das hat weder funktioniert, noch mich glücklich gemacht. Wieder kamen die Fragen auf: Was kann ich denn überhaupt? Wozu soll ich hier auf der Welt gut sein?

Und so kam es dann zu einer durchweinten Nacht im letzten August, wo ich kurz davor war alles hinzuschmeißen. Am nächsten Morgen habe ich beschlossen, bewusst weiblich erstmal runterzufahren und mit meinem zweiten Standbein als Redakteurin meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das gab mir Luft zu atmen und Zeit ohne Druck in mich zu gehen. Was macht mich wirklich aus? Was will ich in die Welt bringen? Wie will ich es in die Welt bringen? Denn ich hatte mich die letzten 2,5 Jahre verloren in alle dem, was ich angeblich machen müsse.

An diesem Punkt habe ich das leere Blatt angenommen und das Experiment gestartet intuitiv zu arbeiten. Auf meine innere Stimme zu hören. Meine Gaben in die Welt zu tragen. Wirklich das zu tun, was mir leicht fällt.

Seitdem fühle ich mich mehr mit mir selbst verbunden und der Weg fühlt sich auch leichter an. Herausforderungen gibt es trotzdem immer wieder – und genau darin liegt auch unser Wachstum. Und ohne wäre das Leben ja auch irgendwie langweilig. ?

Ehrlich gesagt ist das, was ich mit meiner Geburt auf die Welt gebracht habe, genau das, was ich mir in der Welt wünsche: Mehr Sanftheit, mehr Tiefe, mehr Empathie, mehr wirkliches Hinhören.

Das ist auch genau das, was ich in die Welt bringen möchte. Und dir dazu eine Inspiration sein und dich auf einem Stück deines ganz eigenen Wegs zu begleiten.

Auf meinem Weg haben mich bisher so viele wunderbare Menschen begleitet (und tun es noch weiterhin), ohne die ich nicht an dem Punkt wäre, an dem ich jetzt bin. An dem Punkt sagen und fühlen zu können:

Schön, dass es mich gibt! ❤️

Alles Liebe,
Stefanie

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Eleni

    Liebe Stefanie,

    was für ein wudervoller Blogbeitrag!
    Danke, danke, danke!

    Wie schön, dass es dich gibt und du mit deiner Sanfteit und deiner Hingabe an dich und deine Präsenz hier auf Erden die Welt zu einem besseren Ort machst.

    Ich bin stolz darauf, dich zu kennen.

    LG
    Eleni

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